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Geschichte

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Der Tradition und ihren Werten verpflichtet

Neben der gastfreundlichen Infrastruktur, Exklusivem aus Küche und Keller, einer bezaubernden Atmosphäre und einem Service, der seinen Namen auch verdient, macht die Geschichte die Einzigartigkeit eines Hauses aus. Werte gründen in einer langen, ereignisreichen Tradition – das Hotel Seeburg zeichnet sich dadurch besonders aus.

Chronik der «Seeburg» von 1584 bis 1997

Die Chronik der «Seeburg» lässt sich bis ins Jahr 1584 zurückverfolgen. Damals kauft Hieronymus von Hertenstein den Hof Seeburg. 1624 schenkt Hans Ludwig Pfyffer, Sohn des damaligen Schultheissen Ludwig Pfyffer von Altishofen, seine Höfe in Ober-Seeburg den Jesuiten, welche diese als Sommerresidenz nutzen. Die Jesuiten erstellen 1729 eine neue Unterkunft mit Wohnräumen und einem Speisesaal (das heutige Gebäude «Alpenblick»). Dazu errichten sie eine kleine Kapelle, die heute nicht mehr existiert.

Hôtel, Pension et Restauration Seeburg au Lac Werbe-Lithographie ca. Mitte 19. Jahrhundert «Hôtel, Pension et Restauration Seeburg au Lac», Werbe-Lithografie, ca. Mitte 19. Jahrhundert


Noch im gleichen Jahr, nach der Aufhebung des Jesuitenordens durch Papst Clemens XIV. 1774, wird der Hof «Seeburg» Martin Nigg, dem Gründer einer erfolgreichen Florettspinnerei, verkauft. Um 1810 lässt dieser auch die beiden symmetrischen Seitenflügel errichten («Rosenheim» und «Schönegg»). Dadurch entsteht der Ehrenhof («Jesuitenhof») nach barockem Vorbild, aber auch die vorgelagerte Gartenanlage. Diese charakterisiert noch heute den historischen und ältesten Teil des Hotels Seeburg.

1835 ersteigert Lorenz Alprandi das Anwesen. Er legt unter dem Namen «Hotel zur schönen Ansicht/Hotel Bellevue» den Grundstein zur ersten «Gast- und Hotelleriestätte» Luzerns. Bereits zu Beginn geniesst das Hotel einen guten Ruf als Ausflugsziel mit exzellenter Küche.

Altes Eingangsportal Hotel Seeburg – Postkarte Beginn 20. Jahrhundert Altes Eingangsportal «Hotel Seeburg» – Postkarte Beginn 20. Jahrhundert


Ende des 19. Jahrhunderts begeistert sich der englische Geschäftsmann Quintin Hogg für die «Seeburg» mit ihrem Rosengarten und dem romantischen Bootshaus direkt am Vierwaldstättersee. Gemeinsam mit Robert Mitchell erwirbt Hogg die Anlage und vermietet sie dem Londoner Polytechnischen Institut. Unter dem Namen «The Polytechnic Chalets Lucerne» wird das Hotel Seeburg beliebtes Ziel britischer Reise-Aristokraten.

Englische Soldaten erholen sich in der Seeburg - Gruppenfoto Archiv The Polytechnic Institut London aus der Zeit des Ersten Weltkrieges 1914/18 Englische Soldaten erholen sich in der «Seeburg» – Gruppenfoto aus dem Archiv «The Polytechnic Institute London» aus der Zeit des Ersten Weltkrieges 1914/18

Seeseite der Gartenanlage mit Bootshaus, um 1900



Quintin Hogg prägt das Erscheinungsbild der «Seeburg» nachhaltig: Zwischen 1898 und 1913 werden diverse neue Gebäude errichtet, darunter das Jugendstilgebäude «Chalet Gardenia» – ein Glanzstück. Kern des Gebäudes bildet der Panoramasaal, der seit 1999 unter Denkmalschutz steht. In Ergänzung dazu entsteht im gleichen Zeitraum der Rigisaal im «Jesuitenhof». Es handelt sich dabei um eine grosszügig angelegte Holzhalle mit Quergiebeln im Schweizer Holzstil, versehen mit drei Kuppeldächern und einem ansehnlichen Kamin.

Rigisaal - social room ca. Mitte 1930-er Jahre Rigisaal – «social room», ca. Mitte 1930er-Jahre



Der repräsentative Eingang zum Rigisaal, der mit einer Schwingtüre aus vier Flügeln, reichem Holzdekor und wunderbaren Marmorstufen mit einer Holzbrüstung versehen ist, wird eigens von London nach Luzern übersiedelt.

Der eindrückliche Panoramasaal im «Chalet Gardenia» zählt zu den schönsten Festsälen der Schweiz. Seinen Namen verdankt der Saal einem monumentalen Wandgemälde von 15 mal 6 Metern. Es zeigt im Panorama den Männlichen-Gipfel und das Jungfraumassiv mit Lauterbrunnen. Gemalt wurde das Bild vom Schweizer Künstler Ernst Hodel in Öl auf Leinwand und war für die Gewerbeausstellung in Genf im Jahre 1896 gedacht. Das Gemälde ist bis heute in einem einwandfreien Zustand erhalten geblieben, umfasst aber nur noch einen Drittel seiner ursprünglichen Grösse.

Die acht Deckengemälde mit Engelsfiguren sind Originalwerke der weltberühmten Künstlerin Angelika Kauffmann und waren – gemeinsam mit den sieben Kronleuchtern, den Spiegeln und Holzsäulen, welche die Basisstützen des «Chalet Gardenia» verkleiden – Originalteile des alten Festsaals im Hotel Ritz in London. Quintin Hogg rettet kurz vor dessen Abbruch diese historischen Teile und lässt sie nach Luzern verfrachten – das Hotel Seeburg ist um eine Attraktion reicher.

Panoramasaal - dining room ca. 1938 Panoramasaal – «dining room», ca. 1938



Im Verlauf des 20. Jahrhunderts werden an der Hotelanlage immer wieder bauliche Anpassungen vorgenommen.

Eine einschneidende Veränderung erfährt das Hotel Seeburg 1965–1967 mit dem Bau des Hotelgebäudes «Seeburg 61». Das in charakteristischen Bauweise entstandene Gebäude entspricht dem Zeitgeist. Um den Bedürfnissen zu entsprechen, wird das Zimmer- und Restaurantangebot erweitert. Auch wird der Qualitätsstandard erhöht (Viersternhotel).

Während fünf Generationen (1898–1997) bleibt das Anwesen im Besitz der Familie Hogg und wird vom Londoner Polytechnischen Institut geführt. Von 1955 bis 1995 leitet Len Zeidman das Hotel. Anschliessend ist Manfred Ernst Direktor (1995–1997).

1997 erwirbt die Luzerner Familie Alex Schärer-Reinhard die Hotelanlage. Hotelier Thomas Schärer übernimmt die Geschäftsleitung und führt in den kommenden Jahren zusammen mit Vater Alex verschiedene Renovationen und Erweiterungsbauten aus. In einem ersten Schritt wird 1999 das «Chalet Gardenia» vollständig saniert. Zudem wird der Panoramasaal fachgerecht restauriert. Der einzigartige Charakter und der besondere Charme des Ortes bleiben erhalten.

Rosenheim und Chalet Gardenia um 1910 «Rosenheim» und «Chalet Gardenia», um 1910



So ist beim barocken «Jesuitenhof» ein kunstvoller Achteckbrunnen zu sehen. Der Brunnen besteht aus weissem Marmor. Die Brunnensäule ist in Form eines Adlers mit spielenden Putten gehalten. Auffallend ist auch das ursprüngliche Eingangstor. Es handelt sich dabei um ein prunkvolles Sandsteinportal, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts vom Luzerner Fideikommiss-Haus zur «Seeburg» versetzt wurde.

Im Gegensatz zu den palastartigen städtischen Hotels am Quai («Schweizerhof» oder «Palace») besteht das Seeburg-Ensemble aus mehreren, teils historischen und denkmalgeschützten Bauwerken, denen als integrierender Bestandteil Gärten zugeordnet sind, die teils bis heute erhalten geblieben sind.

Im Jahre 2003 folgt der Bau des Verbindungstraktes, welches das Chalet Gardenia und das «Seeburg 61» verbinden. Neue dazu kommen der moderne Seeburgsaal, die Rezeption und das Restaurant Alexander.

Im September 2011 wird Herr Jon Clalüna Direktor des Hotels. Unter seiner Leitung werden in den Jahren 2012 und 2013 die Zimmer im «Seeburg 61» renoviert.

Im 2014 übernehmen die Luzerner Gebrüder André und Bruno Amberg die Aktien der Seeburg Hotels AG und wollen das älteste Hotel am Vierwaldstättersee in die Zukunft führen.